Mittwochslyrik, 25.5.2016

Rosemaries kleiner Schlaf
Rosemaries kleiner Schlaf. Foto: Kriminalmuseum Frankfurt.

Rosemarie Nitribitt

(1933-1957)

 

Unehelich kam sie auf die Welt

Mit zwei Halbschwestern lebte sie

In ärmlichen Verhältnissen

Die Mutter saß oft im Gefängnis

Mehrmals wurde Rosemarie

In ein Kinderheim gesteckt

Sie riss immer wieder aus

Unter der Obhut der Pflegefamilie

Wurde sie mit 11 Jahren vergewaltigt

Als Nutte lernte sie Englisch, Französisch

Und gutes Benehmen

Der Mercedes Benz 190 SL mit roten Ledersitzen

War ihr Markenzeichen

Eine Platzwunde am Kopf und Würgegriffe am Hals

Beendeten plötzlich ihr Leben

Rosemarie Nitribitts Grab.
Rosemaries großer Schlaf (Düsseldorfer Nordfriedhof). Foto: Bernd Bruns; Bildquelle: wikipedia.

= = =
Zvonko Plepelić

[Bild-Auswahl: Herbert Witzel.]

Den ersten Band dieser illustrierten Gedichte können Sie übrigens hier und heute sogar koofen, liebe Leserin und lieber Leser daheim hinter den Kontaktlinsen – es ist fast wie bei Amazon, bloß das Geld bleibt in D und Ihr Buchhändler freut sich, wenn Sie mal wieder vorbeikommen:

ISBN 978-3-944324-35-7


Ein Gedanke zu “Mittwochslyrik, 25.5.2016

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s